V o r w o r t
Landart wird es genannt. Was genau ist denn das bitteschön? Viele probierten es schon in Worte zu fassen, es irgendwie zu erklären zu umschreiben. Wie wir in Erfahrung gebracht haben soll es viel Literatur über dieses Thema geben, in welcher viele Bilder enthalten sind aber trotzdem keine definitive Erläuterung. Was ist es nun genau, diese Landart? Wir haben uns auf den Weg gemacht um die Leute zu treffen welche sich sehr intensiv mit dieser Thematik befasst haben. Damit wir in Erfahrung bringen was es nun genau in sich birgt. Die 2. Klasse der Floristinnen der GIBS hat sich sehr intensiv mit dieser Thematik befasst und versucht eigene Projekte im Rahmen der Projektwoche auf die Beine zu stellen.

Im Vorfeld haben wir uns informiert was denn genau auf uns zukommen wird. Die Klasse musste sich eigene Ziele stecken und definieren was sie denn erreichen will. Diese sind wie folgt aufgelistet: Das Ziele der Projektwoche ist eine Auseinandersetzung mit einer aktuellen Thematik. Die Lehrtöchter gehen dabei mit viel Eigeninitiative ans Werk. Mitverantwortung und Selbstorganisation in der Planung, der Durchführung und der Präsentation der Produkte werden dabei gross geschrieben. Natürlich sollen auch die gute Beziehung unter den Lehrtöchtern gefördert und vertieft werden. Am Ende der Projektwoche entsteht eine Dokumentation der Arbeiten. Ein Video, eine Mappe mit Texten sowie Fotos sollen einen Einblick in die Arbeiten ermöglichen. Das ganze soll an einem Ort entstehen welche diese Leute zum ersten Mal sehen. Dies soll ein Arbeiten ohne jegliche Vorurteile und Einschränkung ermöglichen. Der Ort muss vielen Ansprüchen gerecht werden. Das heisst, möglichst viele unterschiedliche Naturlandschaften mit sehr unterschiedlichen Terrains müssen in einer vernünftigen Distanz zum Nachtquartier sein. Als idealer Standort hat sich in diesem Fall das Dörfchen Bouverans im Französischen Jura erwiesen. Da der ABU Lehrer dieser Klasse in diesem idyllischen Ort ein Feriendomizil besitzt war der Standort schnell klar. Er erklärte sich bereit die Klasse für die Zeitdauer der Projektwoche in diesem Haus wohnen zu lassen.
Weiter wurden nähere Ziele erarbeitet und gemeinsam zu konkreten Ideen geformt. Diese lassen sich in etwa so umfassen: Man versucht mit den Materialien welche man vor Ort vorfindet neue Impulse in die Natur zu geben. Mittel dabei sind die Technik die man im Alltag anwendet, nur die Materialien sind different. Weiter ist zu beachten, dass man fast keine Hilfsmittel wie Schnüre und Drähte verwenden soll. Also alles in allem Natur pur. Wenn es denn wirklich nicht anders geht kann man ganz gezielt etwas Schnur einsetzen um dem Objekt etwas halt zu geben.

Wir haben uns also auf den Weg gemacht um etwas von dieser Idee mit nach Hause nehmen zu können. So quasi "the spirit of LANDART" allen zugänglich zu machen.

   
D i e n s t a g    

Es ist nun Dienstag Mittag als wir uns auf den Weg machen. Bevor wir uns aber auf die lange beschwerliche Reise begeben entschlossen wir uns noch etwas Mittag zu essen. Da wir die Gelegenheit hatten bei einer Kollegin etwas zu Dinieren liessen wir diese Chance sicherlich nicht aus. Wir haben direkt am Bielersee etwas zu uns genommen um gestärkt die Reise antreten zu können.
Nach einer 1.5 stündigen Reise sind wir an unserer geplanten Destination angekommen. Wir nahmen eine kurz Stippvisite im Haus von Thomas Tresch, dem Nachtlager der Klasse, vor. Dort liessen wir uns instruieren wo sich die Klasse zur Zeit aufhielt. Man erklärte uns anhand einer Karte wo wir hinfahren sollen. Das sah alles so einfach aus auf der Karte… Nach einer kurzen Fahrt ins Grüne fanden wir einen Teil der Klasse mitten in der Arbeit vertieft am Ufer eines Sees. In einer malerischen Landschaft wurden uns kreative sehr liebevoll gefertigte Objekte präsentiert. Dies sei nur ein Teil der Arbeiten berichteten die Floristinnen. Weitere Plätze seien ebenfalls in künstlerischen Bearbeitung. Wir waren schon zu diesem Zeipunt fasziniert von den Ideen und deren sauber gefertigte Ausführung. Es ist unglaublich was man mit den Materialien der Natur und der nötigen Technik alles bewerkstelligen kann. Da wir die Objekte nur schwer mit Worten umschreiben kann haben wir einige Bilder geschossen um zu verdeutlichen um was es im Grossen und Ganzen geht.

   
Wir wurden nun aufgeklärt was eigentlich Landart bedeutet. Nach eine sehr intensiven Konversation mit den Teilnehmerinnen wurde uns einiges klarer. Viele Fragen wurden auf einmal beantwortet und man stand uns Rede und Antwort.
Nach dieser Interessanten Phase der Konversation haben wir uns entschlossen auch noch einen weiteren Ort welcher künstlerisch gestaltet worden war aufzusuchen. Wir wurden instruiert wo dieser Ort denn liege, doch leider fanden wir ihn nicht.
Wir machten uns nun auf den Weg nach Pontarlier um etwas Proviant an Bord nehmen zu können. In einem Einkaufszentrum brillierten wir mit unseren Französischkentnissen und überzeugen damit einige Angestellte. Fazit: Wir fanden alles wo wir wollten. Nachher begaben wir uns wieder auf den Rückweg nach Bouverans in die Unterkunft der Floristinnen. Dort wurden wir herzlich empfangen und kurzerhand zum Nachtessen eingeladen. Damit wir nicht nur zu Statisten mutierten haben wir uns bereit erklärt auch etwas zu helfen. Wir waren für das Brennholz des Grilles verantwortlich. Als das Feuer noch hell loderte wurde angestossen. Mit einer für uns nicht ganz definierbaren Mixtur aus Wein und Sirup. Na ja wer es mag ist jedenfalls voll auf die Kosten gekommen. Im Laufe des Essens wurde dann noch eine Örtliche Spezialität geöffnet und in diverse Gläser verteilt. Diese wiederum war schon eher nach unserem Geschmack. Sogar so sehr, dass wir auch ein zweites mal widerwillig das Glas hinhielten. Kaum war dieser Appéro vorbei ging es an das eigentliche Nachtessen. Es wurden uns diverse Grilladen anerboten. Auch die Salatbar war grossartig, besonders der Kartoffelsalat. Nach dem Nachtessen welches von den Floristinnen selber gekocht, respektive Gegrillt wurde fand noch eine Standortbestimmung statt. Es wurde diskutiert wie der heutige Tag war, wie die Eindrücke der diversen Leute zur Geltung kamen. Leider war diese Diskussion nicht so rege da alle Beteiligten relativ müde waren. Ausserdem wurde noch der morgige Tag besprochen.
Wir liessen nun die Gruppe in ihrem Nachtquartier zurück und begaben uns zu unserem Nachtlager. Mit einigen kleinen Kniffen wurde aus einem normalen Geschäftswagen ein LiegestuhlBarLiveKonzertAnphietheather-mit Seeblick. So richtig gemütlich.
M i t t w o c h    
Am 09.00 Uhr begann der Tag mit der Vorstellung der einzelnen Objekte. Da wir ausser einem Standort die anderen Zwei leider nicht fanden organisierten wir pro Standort eine Floristin welche mit uns kam und ganz genau die jeweilige Idee erklärte. Wir hatten so die Möglichkeit uns ganz genau mit den jeweiligen Objekten auseinander zu setzen, und gezielte Fragen zu plazieren.    
   
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